Europaschule

Comeniusprojekt

Zehn Tage bei 30 Grad

21 Schüler des Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasiums Meuselwitz und ihre Betreuer konnten Sizilien zehn Tage lang bei 30 Grad erkunden. Ziel der Reise war es, im Rahmen eines Comeniusprojektes sizilianische Spezialitäten zu kochen und zu genießen, Land und Leute kennenzulernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in beiden Schulsystemen zu entdecken.Dabei tauchten die Teilnehmer in die südliche Welt von Zitrusfrüchten, Auberginen und anderer landestypischer Zutaten ein.
Während eines Kochkurses bereiteten die Schüler die Speisen selbst zu, besuchten eine Nudelfabrik, bestaunten das Wochenmarkttreiben und schleckten köstliches italienisches Eis. Gewohnt haben die Jugendlichen in den Familien ihrer Korrespondenten und erlebten "La Dolce Vita" pur.
Andere Länder, andere Sitten lernten dabei die Jungen und Mädchen der 9. Klassen des Seckendorffgymnasiums kennen. Das Klischee, dass die Italiener nur Pizza essen, wurde widerlegt. Ausgesprochen interessiert verfolgten die Schüler die Ausfahrten über die bemerkenswert grüne Insel und sahen tolle Sehenswürdigkeiten in Palermo, die mittelalterliche Stadt Castelbueno, badeten in Céfalu im Mittelmeer und erkundeten mit ihren Partnern das Großstadtmilieu Palermos.
Ungewohnt war der Besuch des Unterrichtes am Samstag. Bis 12 Uhr müssen die Schüler des Instituto "Marco Polo" samstags lernen. Dabei wurde natürlich über die Vorzüge unseres Schulsystems nachgedacht.
Die Strapazen der langen Reise mit Bahn, Bus und Flugzeug waren durch die beeindruckenden Erlebnisse schnell vergessen. Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in weiteren Phasen zu verarbeiten, die Projektarbeit 2011 abzuschließen und die Ergebnisse zu präsentieren.
Ein besonderer Dank geht an alle Eltern, Lehrer und die Europäische Union, die diese erlebnisreiche Reise finanziell ermöglicht haben.

Krimhild Leutloff,

 

Einen Reisebericht als Powerpoint-Datei findet ihr hier (Achtung 108 MB!!!!).

Multi-Kulti mal anders

 Multi-Kulti mal anders – eine deutsch-polnisch-ungarisch-österreichische Begegnung zur Bedeutung der Geschichte für die Zukunft Europas

Vor kurzem lud die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungstätte in Weimar (EJBW) zu einer Internationalen Begegnung unter dem Motto „Schnee von Gestern?! – geteilte Erinnerungen als die Grundlage für die gemeinsame Zukunft Europas“ ein. Hierbei nahmen über 20 junge Leute, darunter auch ich, aus Österreich, Ungarn, Polen und Deutschland teil, um sich über ihre eigene Geschichte und die ihrer Länder auszutauschen, Neues zu entdecken und darüber zu diskutieren. Schwerpunkte des Seminars bildeten insbesondere die Fragen, wie wir mit dem Erbe des Nationalsozialismus und des Kommunismus umgehen sollten und was wir im Einzelnen daraus lernen können. Neben dem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald als Beispiel für die Grausamkeit des Nationalsozialismus, besuchten wir ebenfalls das Archiv der Stasi-Unterlagen des ehemaligen Bezirkes Erfurt, wo wir ein Zeitzeugengespräch mit einem Opfer des DDR-Regimes führen durften. Des Weiteren gab es interaktive Workshops in der EJBW, in denen wir neben dem eigentlichen Thema die Kultur und Geschichte Weimars näher kennen lernten.

Auch wenn das Thema dieses Seminars von ernstzunehmender Bedeutung ist, hatten wir während der Woche in Weimar viel Spaß zusammen, da wir durch Sprachanimationen und Länderabende die Kultur, das Essen und die Sprache der Länder besser kennen gelernt haben. Obwohl es teilweise kleinere Probleme mit der Verständigung auf Englisch gab, hatten wir eine sehr schöne Zeit in Weimar, weshalb der Abschied am letzten Tag umso schwerer viel.

Alles in allem war es eine sehr lehrreiche und informative Woche, in der ich nicht nur über das Thema sehr viel gelernt habe, sondern auch neue Freundschaften geschlossen habe und ich nun ein paar Wörter auf Ungarisch und Polnisch beherrsche.

 

Christian Bernstein, Klasse 12

JUMP Europatour

 

Jump Europatour Bildquelle:http://www.jumpradio.de/static/event/pics/eu_chalk_385.jpg

 Ein abwechslungsreiches Programm bot am 27. Mai 2010 die Jump Europatour an unserer Schule.
Unterstützt wird das Projekt von der EU-Kommission, die Kultusminister Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts übernehmen die Schirmherrschaft.
Zur Eröffnung spielte die Bläsergruppe unseres Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Taube die Europahymne. Danach begrüßte Jumpmoderator Rico Drochner Schüler und Lehrer im Musicdome.
Ab 8.30 Uhr hatten die Klassen die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu besuchen. Dazu gehörte ein Soccerturnier unter dem Motto „Spaß ohne Gewalt“. Teams der Jahrgänge spielten in der Rathenauhalle Fußball. Dabei stand faires Spiel im Vordergrund.
Alles Wissenswerte über Europa erfuhren die Gymnasiasten im Info-Bus der EU-Kommission: Auslandsaufenthalte, Sprachen lernen, Europa verstehen. Schüler stellten interessiert Fragen und erhielten Informationen u.a. über Entwicklungschancen in Europa.
Großen Andrang gab es beim Wissens-Quiz, wobei Kenntnisse über die europäischen Länder abgefragt wurden.
Den 8.- 11. Klassen wurde ein Workshop zur Persönlichkeitsbildung in der Aula angeboten. Dabei legte Herr Arlt den Jugendlichen nahe, hochmotiviert, entschlossen, mit Durchhaltevermögen, Selbstverantwortung, Teamfähigkeit ihre Ziele anzustreben. Der Mobilitätscoach Herr Jörk von der Handwerkskammer Ostthüringens sprach zum Thema „Berufsbildung ohne Grenzen“.
Frau Telzer, Lehrerin unserer Schule, informierte mit viel Engagement über die langjährige Schulpartnerschaft mit Ungarn.
Herr Mende, Besitzer eines Fahrradgeschäfts in Meuselwitz, berichtete anschaulich über eine Fahrradtour durch Norwegen.
Frau Stepanik, Lateinlehrerin, und Frau Leutloff, Französischlehrerin und Europaverantwortliche, arbeiteten mit den „Gelben Engeln“ und unterschiedlichen Klassen am Thema „Europa“.
Herr Kazmierczak und Herr Sven Müller leiteten ein Skatturnier mit Teilnehmern der 7. Jahrgangsstufe.
In einer Diskussionsrunde mit dem EU-Abgeordneten Herrn Dr. Koch hatten die Schüler die Möglichkeit Fragen zur Europa-Politik zu stellen.
Die Choreografin Corina brachte die Fünft- und Sechstklässler in der Turnhalle und anschließend auf dem Rathenauplatz zum Schwitzen. Sie gestaltete einen Tanzworkshop, in dem sie traditionelle und moderne Tanzelemente verschiedener Nationen einarbeitete.
Die jungen Musiker der Band „Jenix“ ließen spüren, dass sie die Jugendlichen ernstnahmen, dass man nur gemeinsam etwas bewegen kann und so Vorurteile abbaubar sind.
Eltern haben liebevoll für das leibliche Wohl gesorgt, ebenso die Fleischerei Schuhknecht.
Den Abschluss dieses vielschichtigen Programms bildete die Siegerehrung (Soccerturnier) im Musicdome.
Die Jump Europatour begeisterte unsere Schüler. Ihnen wurde gezeigt, wie man Grenzen überwinden kann und europäisch denkt.

Brigitte Schroth

Un addio in lacrime

Mittwoch den 21.04.2010

Un addio in lacrime.- Ein tränenreicher Abschied.

Schnell wischen sie sich die Tränen aus dem Gesicht, winken noch einmal und schon sind sie weg. Nach 10 Tagen haben wir uns ziemlich gut an einander gewöhnt, fast schon wie Geschwister. Früh zusammen aufgestanden, den Tag miteinander verbracht, gemeinsame Exkursionen unternommen und abends haben wir gemeinsam den Tag beendet.
Leider sind 10 Tage viel zu kurz, um alles zu erleben auf was wir Lust hatten.
Aber immerhin haben wir Landeier die Hauptstadt Deutschlands erkundet und einen kleinen Abstecher nach Leipzig unternommen. Donnerstag war insbesondere ein toller Tag, da stand gemeinsames Kochen mit den Italienern auf dem Plan. Wir wollen ja schließlich einen Kalender bzw. ein Kochbuch erstellen.
Nachmittags sind wir Bowlen gegangen.
Partys durften natürlich auch nicht zu kurz kommen! Also haben die Italiener gleich den Geburtstag von Cécilia, einer Italienerin, genutzt, um es mal richtig krachen zu lassen.
Damit wir nicht zu kurz kamen gab es auch noch eine zweite Party. Die leider nicht so ein fröhliches Thema hatte. Abschied nehmen. Das fiel uns nicht so leicht. Wir gaben uns aber Mühe es nicht so sehr zu zeigen.
Am Abend hieß es dann noch Tasche packen für unsere Gastschüler. Am nächsten Morgen konnten wir uns die Tränen nicht mehr verdrücken. Sie liefen langsam über unsere Wangen. Denn nun war der Zeitpunkt gekommen, um Auf Wiedersehen zu sagen. Schnell wuschen sie sich die Tränen aus dem Gesicht, winkten noch einmal und schon waren sie weg.

Ciao Italiano!

Ci rivedremo entro settembre a Palermo. - Wir sehen uns spätestens im September in Palermo wieder.

Besuch aus Moskau

Besuch aus Moskau

Im Zeitraum vom 8.11. bis zum 29.11.2009 war Frau Svetlana Muskatina zu Gast am Veit - Ludwig - von - Seckendorff - Gymnasium Meuselwitz. Sie beteiligte sich damit am Hospitationsprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes für Deutschlehrkräfte aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa im Jahr 2009. Das Ziel dieses Programms besteht unter anderem darin, den ausländischen Gästen die Möglichkeit zu bieten, das deutsche Schulwesen kennen zu lernen, die Sprechfertigkeit zu verbessern, landeskundliches Wissen über die BRD zu vertiefen, ihr eigenes Heimatland vorzustellen und berufliche und persönliche Kontakte zu knüpfen. Voller Interesse und Begeisterung für alles Neue kam Svetlana am Flughafen Leipzig an. Als Gymnasiallehrerin in der 15 Millionen Metropole Moskau war sie vom ersten Moment an sehr gespannt auf Meuselwitz, die Meuselwitzer und natürlich unser Gymnasium. Ihr offenes und herzliches Wesen ließ keinerlei Kontaktschwierigkeiten entstehen. Während ihrer zahlreichen Hospitationen in den verschiedensten Unterrichtsfächern, in Pausengesprächen oder außerschulischen Aktivitäten kam es zu intensiven Gesprächen mit Lehrern und natürlich auch Schülern. Das Interesse am Leben in Russland war groß und so konnten, insbesondere bei einigen unserer Schüler, Wissenslücken geschlossen und falsche Vorstellungen korrigiert werden. Die Wochenenden wurden von einer Vielzahl unserer Kollegen dazu genutzt, unserem russischen Gast die nähere oder auch weitere Umgebung von Meuselwitz zu zeigen. So standen Ausflüge nach Jena, Halle, Dresden, Meißen, Leipzig, Erfurt, Gera, Weimar auf dem Programm. "Wahnsinn, 8 Städte in 6 Tagen, das hätte ich nicht erwartet, das ist einfach toll." So fasste Svetlana ihre diesbezüglichen Eindrücke am Ende ihres Besuches zusammen, verbunden natürlich mit einem herzlichen Dankeschön an alle Beteiligten. Insgesamt kann man rückblickend auf diese drei Wochen feststellen, dass das Ziel des Hospitationsprogramms auf jeden Fall erreicht wurde und der Aufenthalt von Svetlana Muskatina den Beginn eines dauerhaften Kontaktes zwischen den beiden Gymnasien bzw. einzelnen Kollegen darstellt.

Sylvia Bayer
Betreuungslehrerin