Tag der offenen Tür
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allgemeine Informationen

Der Abiturjahrgang 2020 sagt herzlich Danke

Mit unserer außergewöhnlichen Abiturfeier schafften wir es sogar auf das Deckblatt der Osterländer Volkszeitung. Damit hatten selbst wir nicht mehr gerechnet.

Die einen waren aus Angst vor dem Ungewissen traurig, dass ihre Schulzeit nun zu Ende geht; die anderen konnten zwölf lange Schuljahre nur mit Mühe durchhalten. Eine Sache jedoch einte uns: lange Zeit haben wir mit unseren Lehrern am Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium in Meuselwitz verbracht und so manche tolle Erfahrung miteinander machen dürfen. Das hätten wir uns aber auch sparen können.

Wenn es nämlich nach unserem Lieblingsmathelehrer – Herr Löser – geht, dann haben uns unsere Eltern eigentlich nur reingelegt. Hätten wir der Versuchung widerstanden und nicht zur Zuckertüte gegriffen, dann hätten wir niemals in die Schule gemusst. Viele solcher Zitate schmücken jetzt die Mathehefter des Stammkurses A20/1, die uns noch in einigen Jahren zum Schmunzeln bringen werden.

Wie dem auch sei, zwölf anstrengende Jahre waren nun vorbei und es wurde Zeit für eine ganz außergewöhnliche Abiturfeier. Trotz der widrigen Umstände gilt hier unser größter Dank Frau Fuchs, Frau Telzer und all den Lehrern, die jede mögliche freie Minute geopfert haben, um uns am 03. Juli 2020 um 17 Uhr im Festsaal des Schlosses zu Altenburg zu begrüßen.

Nach der Eröffnung durch Schulleiterin Frau Fuchs eröffnete Marlene Husung mit einem Geigensolo aus „6 kleine Duos“ von Ignaz Pleyel die Abiturfeier auch musikalisch.

Doch noch bevor wir wirklich Tabea Brühls Rezitation „Die fünf Freiheiten“ lauschen konnten, ertönte in einem Nebenraum des Schlosses ein feueralarmähnliches, dröhnendes Geräusch. Seltsame Blicke wanderten durch den Saal. Doch weil es nicht sonderlich laut war, nahm die Schülerin all ihren Mut zusammen, trat vor das Publikum und fing an zu sprechen.

„Das ist ein Feueralarm! Bitte verlassen Sie das Gebäude!“ war nicht Teil ihrer Rezitation. Nur wenige Sekunden, nachdem sie begonnen hatte, stürmte ein Mann mit diesen Worten den Festsaal und alle Anwesenden marschierten schnurstracks gen Ausgang.

Auf dem Schlossinnenhof versammelt, wurde das ganze erst einmal besprochen. Währenddessen schallte durch ganz Altenburg ein Martinshorn – tatsächlich rückte die Feuerwehr an. Dass es sich sehr wahrscheinlich um eine Übung handele, wurde uns in dem Moment klar, als ein einzelner Feuerwehr-PKW ohne Begleitung vorfuhr. Der Feuerwehrmann stieg aus dem Fahrzeug aus und betrat mit dem Verantwortlichen das Schloss, um „die Lage zu checken“. Anke Neumann nutzte als diesjährige Fotografin die Zwischenzeit, um einige Abschlussfotos von unseren Kursen zu machen.

Nachdem wir nun also wieder in den Festsaal durften, „suchte“ Frau Fuchs nach passenden Worten. „Der Feueralarm war Teil unseres Hygienekonzepts.“, sagte sie. Doch ob es nun wirklich ein geplanter Probealarm oder ein Fehlalarm war, darüber war sich am Ende nun keiner wirklich sicher. Doch gerade das verhalf uns, mit unserer Abiturfeier auf dem Deckblatt der Osterländer Volkszeitung zu landen.

Große Anerkennung verdient Tabea Brühl, die erneut ihre Rezitation „Die fünf Freiheiten“ von Virginia Satir begann. Danke für diesen Beitrag.

Im Anschluss folgte die Festrede von Frau Fuchs, die uns sicherlich einige Dinge noch einmal verdeutlicht oder neue Erkenntnisse gebracht hat. Vielen Dank für die unzähligen guten Wünsche für unsere herausfordernde Zukunft.

Nun bekamen wir, ungeduldig, wie wir waren, endlich unsere Zeugnisse von Frau Fuchs und Frau Telzer überreicht. Dazu Klaviermusik.

Nach dem Klaviersolo „Lied ohne Worte Nr. 9 op. 19“ von Felix Mendelssohn, gespielt von Marlene Husung, wurden den Abiturientinnen und Abiturienten Auszeichnungen für Wettbewerbe, Teilnahmen und außerunterrichtliches Engagement verliehen.

Es folgten Grußworte von Herrn Matthias Geburzi von der bluechip Computer AG Meuselwitz und die Rezitation über das „Erwachsenwerden“ der Schülerin Hannah Heilmann. Sie war es, die selbst das Gedicht von Julia Engelmann bearbeitete und vortrug. Sie zeigte uns, dass schneller Erfolg und viel Geld weder wichtig sind, noch unser Ziel sein sollten. Sondern, dass wir uns Zeit nehmen sollten, uns auszuprobieren und unsere einzige Aufgabe ist, nach einem Beruf zu suchen, der uns wirklich Freude bereitet.

Es folgten einige Dankesworte unserer Mitstreiterin Marie Schönlein und unseres Mitstreiters Nils Brunner. Danke, dass ihr Euch bereit erklärt habt, den Aufwand auf Euch zu nehmen, einige Erinnerungen aus den vergangenen Jahren mit unseren Lehrern und Eltern in einem passenden sprachlichen Rahmen zu teilen.

So spannend und aufregend unsere Abiturfeier auch war, musste auch diese sich einem Ende zuneigen. Marlene Husung rundete das Fest mit dem Geigensolo „Ungarischer Tanz Nr. 4“ von Johannes Brahms ab.

Um die Tradition des Abschlussgeschenks weiterzuführen, standen wir in diesem Jahr vor einer größeren Herausforderung. Wir mussten uns entscheiden zwischen etwas „Schönem“ oder etwas „Praktischem“. Also entschieden wir uns, Schülern und Lehrern für die kommende Zeit einen Desinfektionsmittelspender zu übergeben, der jetzt den Flur im Haus II „schmückt“.

Vielen herzlichen Dank an Frau Bayer und Frau Nottrott, die das gelungene kulturelle Programm zusammengestellt und Künstler für die musikalische und rezitative Untermalung zusammengetrommelt haben. Vielen Dank den Künstlerinnen unserer Schule und viel Erfolg auch auf eurem Weg!

Wir bedanken uns noch einmal äußerst herzlich bei all jenen Lehrern, die in diesem turbulenten Jahr zusätzliche Mühen aufgebracht haben, um uns bestmöglich auf unsere Abiturprüfungen vorzubereiten. Dank ihrer Arbeit haben wir eine Basis bekommen, mit der wir in unserem Leben arbeiten können. Vielleicht haben wir viel Unnützes lernen müssen, aber auch unsere fachlichen Vorlieben entdecken können.

Auch ein großer Dank gebührt unseren Hausmeistern Herrn Kolbe und Herrn Hetzer sowie den Reinigungskräften und auch unserer Sekretärin, die jeden Tag für eine reibungslose und angenehme Atmosphäre gesorgt haben und weiter sorgen werden. Sie, werte Mitarbeiter, leisten einen sehr wichtigen Beitrag, der ebenfalls Aufmerksamkeit und Dankbarkeit verdient hat. Ihre freundliche und herzliche Art macht so manchen herausfordernden Schultag sowohl für Lehrer als auch die Schüler erträglicher. Danke, dass es Sie gibt und Sie mit ihrer Arbeit Schülern und Lehrern eine große Freude bereiten.