Lernen am anderen Ort

Studienfahrt nach Strasbourg 23.03. bis 27.03.2026

1.TAG

Unser Ziel, das Elsass, erreichten wir nach neun Stunden Zugfahrt mit dem dringenden Wunsch: “ Wir wollen in unser Hotel !!!“ Das überraschte uns mit modernen Zimmern, bequemen Betten und – wie wir am nächsten Morgen feststellten- leckerem Frühstück. Lennart und Oliver machten es sich zunächst unter einer Doppeldecke gemütlich, Gruben in der zweiten Nacht die „Kriegsdecke“ aus, um letztendlich doch wieder zu Variante 1.0 zurückzukehren.

Am ersten Abend verschafften wir uns von der „Hauptstadt Europas“ während eines kleinen Stadtbummels einen ersten Eindruck. Uns überraschte die Schönheit der Architektur diverser Gebäude, allen voran des Münsters, aber auch der vielfältigen Fachwerkhäuser und kleinen Weinstuben.

2.TAG

Unser Stadtführer Geoffrey erwies uns an seinem Geburtstag die Ehre uns mit der Geschichte seiner Heimat vertraut zu machen. In 1,5h erkundeten wir die Altstadt und La Petite France“, wo einst die „Münsterschwalben“ lebten. Uns beeindruckte die deutsch- französische Doppelkultur, die im Elsass früher mehr gelebt wurde als heute, jedoch in Sprache, Traditionen und Mentalität noch erkennbar ist.

Im Anschluss folgten wir den Spuren Goethes, der durch häufiges Erklettern des Strasbourger Münsterturmes seine Höhenangst bekämpft haben soll. Nach 320 Stufen bewunderten wir die Stadt und Umgebung von oben. Mit einem typisch französischen Mittagessen – Galette und zum Nachtisch Crêpes- rundeten wir diesen wunderschönen Vormittag ab. Sehr gewöhnungsbedürftig empfanden einige von uns ihr Getränk. Sirup mit Minzgeschmack, verdünnt mit Wasser, erinnerte eher an den Geschmack von Mundwasser. Tja, andere Länder, andere Sitten.

Am Nachmittag lud uns die Sonne zu einer Bootstour auf der Ill ein, auf der wir weitere Stadtteile vom Wasser aus bestaunten. Strasbourg gefiel uns immer besser. So genossen wir am Abend in einer urigen Studentenkneipe den typisch elsässischen Flammkuchen und beendeten den Tag mit einem Spieleabend. Bei „Stadt, Name, Vollpfosten“ erkannten wir die Erschöpfung des einen oder anderen Mitspielers, als plötzlich mit „Meniskuswerfen“ eine neue Sportart geboren wurde.

 

3.TAG

Der Wettergott des Dienstages meinte es nicht gut mit uns. Wir “schwammen“ zum Bahnhof, um nach Mulhouse zu „fliegen“. Dort erkundeten wir das Städtchen auf verschiedene Weise: Während die einen dem Automobilmuseum einen Besuch abstatteten, informierten sich die anderen im Stadtmuseum über die Geschichte von Mulhouse. Nach dem Einkaufsbummel am Nachmittag, erneut Galettes und Crêpe und einem Besuch in der von außen prachtvoll, von innen eher nüchtern wirkenden, Kirche, ging es mit der französischen Bahn wieder zurück nach Strasbourg. Selbstverständlich trafen sich die meisten von uns zum Spieleabend, um in lustiger Runde den Tag ausklingen zu lassen.

Während unserer Studienfahrt erweiterten wir nicht nur unser historisches, gesellschaftliches und geografisches Wissen, sondern lernten uns auch untereinander besser kennen. Zu unserer Runde gehörten:

die Sonnenscheine -> JOSI & LAURA, die mit ihrem Sonnentanz kurzzeitig Regen und Sturm vertrieben

-> LENNART - der unermüdlich redete und Nahrungsmittel verschlang

-> OLIVER - der zufriedenste Mitreisende, der sich stets an Lennarts Seite befand, genauso viel aß und alles „Sehr schön!“ fand

-> JOHANNES - der sich mit uns wie zu Hause fühlte

-> LUCIE, die die originellste Antwort im Spiel gab und uns mit ihrem trockenen Humor erheiterte

-> ANGELINA & ROSALIE, die das größte Kunstinteresse aufbrachten

-> CHARLOTTE & SITA, die sich am ruhigsten verhielten

-> FRAU KLESZEWSKI, die uns mit ihren perfekten Französischkenntnissen sicher durch die Woche führte und unseren Wunsch nach „Gesundheit!“ erst nach dem dritten Nießer benötigte

-> FRAU FROST, die mit unserer Hilfe ihr Handy und dessen Fotobearbeitung endlich teilweise zu beherrschen lernte

-> FAZIT: = passende Zusammengehörigkeit unserer Truppe!!!

 

4.TAG

Wir lernten mit Colmar ein zauberhaftes elsässisches Städtchen kennen, das sich in den letzten Jahren zu einem Tourismuszentrum entwickelt hat. Berühmt ist der dortige Weihnachtsmarkt, zu dem jährlich ca. 4 Mio. Menschen in die 17 000 Einwohnerstadt pilgern. Unsere Stadtführerin zeigte uns in hoher Geschwindigkeit „Kleinvenedig“, bunt gestaltete Fachwerkhäuser sowie protestantische und katholische Kirchen der Stadt.

Den Nachmittag nutzten wir zum Einkaufen französischer Spezialitäten wie Macarons in diversen Ausführungen und Souvenirs für unsere Lieben daheim.

Am Abend besuchten wir das Strasbourger Theater „Le Maillon“, in dem uns Trampolinartisten mit ihrem Können beeindruckten und nonverbal eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verlust erzählten.

 

5.TAG

Tja und am Freitag erfolgte die Heimfahrt. S‘ war schön! Wir wären sehr gern noch ne Weile geblieben, jedoch rufen am Veit – Ludwig Klausuren und Tests in der kommenden Woche!

Bevor wir die „Hauptstadt Europas“ verließen, statteten wir dem Europaparlament einen Besuch ab und zeigten uns sehr beeindruckt von dieser Wirkungsstätte.

 

Wir danken Frau Kleszewski und Frau Frost für die Organisation und Durchführung unserer Studienfahrt!