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im Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium - einzige offizielle Internetrepräsentanz der Schule - Praktikumsschule 2015-16 der Friedrich-Schiller-Universität Jena

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Wie wird die Welt gerechter?

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Am 25./ 26./ 27. Januar 2017 führten die Schüler der Klassen 10a, 10b und 10c im Rahmen des Ethikunterrichts jeweils einen Projekttag zum Thema: „Der faire Handel und die UN-Nachhaltigkeits-Agenda 2030 – Wie wird die Welt gerechter“ durch. Wir nutzen ein Angebot für Schulprojekttage in den Bereichen Globales Lernen des Carpus e.V.

 

An diesem jeweiligen Tag konnten wir uns über die UN-Millenniumsziele und UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 informieren. Dabei standen Probleme zur weltweiten Situation in Bezug auf Armut, Reichtum, Gesundheit, Ökologie sowie politische und wirtschaftliche Machtverhältnisse im Mittelpunkt der Veranstaltung. Uns wurde schnell klar, dass eine Herausforderung die gerechte Gestaltung der wirtschaftlichen Handelsbeziehungen zwischen den westlichen Industrieländern und den Entwicklungsländern darstellt. Dazu ist der „Faire Handel“ von großer Bedeutung. Dieser verpflichtet Mindestlöhne nach geltendem Recht zu zahlen, Gesundheits- und Sicherheitsstandards einzuhalten und weder Kinder noch Zwangsarbeiter zu beschäftigen. Dies ist so wichtig, weil ansonsten den Menschen, besonders der Landbevölkerung, die Lebensgrundlagen entzogen werden. Das Resultat ist dann die Abwanderung aus den Dörfern in die Städte, wo die Menschen in Slums leben und sich dort auch keine Zukunftsperspektiven aufzeigen. Ihre einzige Chance sehen sie in der Auswanderung.
In der Veranstaltung wurden uns Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Beitrag zur Erreichung der Ziele, z.B. Armutsbekämpfung, Umgang mit recyclebaren Gegenständen … erarbeitet und aufgezeigt.
Unsere Referentin Frau Nena Abrea-Berger, die philippinischer Herkunft ist, konnte durch konkrete Beispiele aus ihrem Geburtsland die Diskussion eindrucksvoll bereichern. Sie erzählte zum Beispiel wie ihre Mutter als Lehrerin 50 - 60 Schüler in einer Klasse unterrichtet und welche Probleme damit verbunden sind. Außerdem berichtete sie von ihren Eltern, die auf Besitz und vieles Notwendige für die Familie verzichtete, um den eigenen Kindern eine Schulbildung zu bezahlen. Dabei wurde uns allen verdeutlicht, wie selbstverständlich und wichtig für jeden Menschen Bildung ist. Außerdem wurde uns an diesem Tag bewusst, in welchem Wohlstand wir leben und mit welcher Selbstverständlichkeit wir täglich damit umgehen.
Wir nutzen die Veranstaltung bilingual, das heißt, es wurde ein Großteil in englischer Sprache referiert.
 

C. Osiewacz

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 29. Januar 2017 um 22:09 Uhr  
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