Tag der offenen Tür

Lernen am anderen Ort

Unsere Sprachreise nach Hastings - Abi2024

Montag: Anreise
Die 7. Klassen trafen sich am Montag, dem 11. März 2019 um 04:45 Uhr, um ihre Sprachreise nach Hastings in Südengland anzutreten. Pünktlich 05:00 Uhr ging es los.
Die meisten waren noch sehr müde, dennoch super glücklich und gespannt.
Durch „Wahrheit oder Pflicht“, „Stadt-Name-Land“, Musikhören und Quatschen vertrieben wir uns die Zeit. Am späten Abend erreichten wir dann endlich die Fähre in Calais und setzten nach Dover über. Nach weiteren zwei Stunden Fahrt kamen wir endlich in Hastings gegen 00:00 Uhr an.
Unsere Gasteltern standen bereit, um uns in unser „Zuhause für eine Woche“ zu fahren.

Dienstag: Hastings
Dieser Tag war unser erster richtiger Tag in Hastings. Wir waren gespannt, neugierig und aufgeregt. Unser Bus holte uns an unseren Bushaltestellen ab und fuhr uns zum Sprachunterricht, der in einem Hotel stattfand. Der Unterricht ging ganze zwei Stunden, in denen wir unsere Hemmungen vor dem Gebrauch der englischen Sprache abbauten und noch nützliches Wissen über Alltagsfloskeln erhielten. Anschließend aßen wir Fish and Chips, das als eine Spezialität in England gilt. Uns begeisterte dieses Gericht nicht unbedingt.
Die geplante Stadtführung durch Hastings fiel buchstäblich ins Wasser. Wir suchten stattdessen Unterschlupf im Sea Life, einem Meeresmuseum. Dort bestaunten wir zahlreiche seltsam aussehende Fische und Pflanzen sowie nicht so attraktive Spinnen und Schlangen. Als es aufgehört hatte zu regnen, gingen wir an den wunderschönen Strand und waren überrascht wie hoch die Wellen waren. Dort haben wir für den Biologieunterricht Muscheln, Schnecken und Steine gesammelt. Am Ende des Tages wurden wir von unserem netten Busfahrer nach Hause gefahren.

Mittwoch: London
Als wir wie jeden Tag von unseren Bushaltestellen abgeholt wurden, fuhren wir das erste Mal nach London. Nach ca. 2,5 Stunden und einem kurzen Stau waren wir endlich da. Zuerst begaben wir uns auf die Stadtrundfahrt. Wir fuhren über die Tower Bridge, sahen den Tower of London, The Shard, die HMS Belfast, das Denkmal des Brandes 1666, die Bankgebäude, St. Pauls Cathedral, Houses of Parliament, die Scotland Yard Polizeiwache und gingen auf das Dach eines Einkaufszentrums, wo wir einen super Blick auf die britische Hauptstadt hatten.
Nach dieser wunderschönen Stadtführung besuchten wir das Transport Museum, wo wir die Transportmöglichkeiten von ca. 1800 bis heute bestaunten. Danach durften wir uns frei in Covent Garden bewegen, leider sahen wir nur zwei Straßenmusiker, eine Opernsängerin und einen Gitarristen. Anschließend führte uns unser Weg durch Chinatown und von dort aus zum Leicester Square Platz. Hier hatten wir erneut etwas Freizeit. Viele von uns gingen dort zur M&M’s world und bestaunten die Farbenvielfalt der Süßigkeiten. Andere schlenderten durchs kunterbunte, verführerische Legoland. Nach diesem anstrengenden Tag fuhr uns der Bus wieder zu den Haltestellen und wir liefen alle zu unseren Gastfamilien nach Hause.

Donnerstag: Eastburn und Hastings
Wie jeden Tag holte uns auch der Bus am Donnerstag um 7.30 Uhr ab. Das heutige Programm bestand aus einer Ruinenbesichtigung, einem Strandspaziergang mit kurzem Blick aufs Pier in Eastbourne, einem kleinen Shoppingtrip in der Stadt, einer Führung durch Hastings und zum Schluss die lang ersehnte Tea Time nach viktorianischer Zeit. Auf dem Weg nach Eastbourne machten wir einen Stopp an einer alten Burgruine. Am Pier hatten wir einen kurzen Wow-Effekt von dem Gebäude, aber der Strandspaziergang war toll. Das Einkaufen in England ist schon anders als bei uns in der Provinz. Wir konnten nämlich unseren Einkauf selbst über den Scanner ziehen und dort ohne Kassierer bezahlen. Die anschließende Führung durch Hastings war sehr anstrengend aber auch schön. Beeindruckend empfanden wir den Blick über die Stadt auf‘s Meer und die schmalen Gassen, die früher von den Tee-, Alkohol- und Tabakschmugglern benutzt wurden. Am Nachmittag ging es zur Tea Time. Wir tauchten durch Kostüme in die viktorianische Zeit und erlebten eine echte englische Tea Time mit entsprechendem Tee und Scons. Auch über die damaligen Tischregeln und Manieren erfuhren wir einiges. Die Frau, die uns durch die Tea Time begleitet hat, fanden wir lustig, durch sie haben die meisten wieder relativ gute Laune bekommen und sie hat die zwei Stunden auch ziemlich gut und lustig gestaltet.

Freitag: Unser letzter Tag in England
An unserem letzten Tag in England fuhren wir nach Greenwich, um im Greenwich-Park den Nullmeridian und die 24 h Uhr zu besichtigen und von dort aus einen wunderschönen Ausblick auf Greenwich zu genießen. Mittagessen gab es auf dem Greenwich-Market. Vorbei an der Cutty Sark und dem Greenwich Foot Tunnel ging es ab auf das Schiff, mit dem wir eine Themserundfahrt starteten.


Diese führte uns unter anderem durch die Tower Bridge, am London Eye vorbei bis zum Big Ben, an dem wir ausstiegen. Aufgrund einer Friday for Future - Demonstration kamen wir nur sehr langsam zum Buckingham Palace voran. Dieser ist ein sehr imposantes Gebäude. Die Queen war leider nicht da, aber wir konnten die Wachen mit ihren tollen Uniformen bestaunen. Dies war ein ungewohnter, aber schöner Anblick, der uns sehr gefiel. Zum Abschluss des Tages erlebten wir Schauspielunterricht der besonderen Art. Wir führten im Globe Theatre mit einer Schauspielerin ein paar Sprachübungen mit Sätzen von Shakespeare durch. Sie führte uns dann auch noch durch das geschichtsträchtige Theater, wo wir in eine Probe für ein neues Stück hineinschnuppern durften. Geschafft wollten wir mit der U-Bahn zum verabredeten Treffpunkt fahren, um die Heimreise anzutreten. Doch mit dem Ticketautomaten gab es zunächst Schwierigkeiten. Der Ticketautomat nahm zwar unser Geld, wollte aber nicht mehr als 19 Tickets drucken. Keiner von uns konnte sich dies erklären. Doch dank des freundlichen Personals, erhielten wir unsere Fahrkarten. Das dafür notwendige Papier im Drucker war alle. Angekommen an der O² Arena, fanden wir unseren Bus nicht sofort. Als wir ihn dann endlich sahen, gab es für manche eine Bockwurst als Stärkung. Danach traten wir die Heimreise an, die sich als abenteuerlich und lang erweisen sollte.
Aufgrund des schlechten Wetters konnten die Fähren nicht ablegen, so mussten wir knapp drei Stunden in Dover warten. Da allerdings neben unserem Bus ein weiterer - mit englischen Schülern - stand, hatten die meisten sehr viel Spaß mit diesen per Instagram zu kommunizieren. Endlich auf der Fähre, sorgte der starke Seegang bei einigen von uns für enorme Übelkeit. Nach ca. 90 Minuten Überfahrt erreichten wir Calais und reisten in Richtung Heimat weiter, die wir am frühen Samstagnachmittag erreichten. Wir waren völlig geschafft. Nachdem uns unser netter Busfahrer beim Entladen des Busses geholfen und wir uns von ihm verabschiedet hatten, begrüßten uns unsere Eltern.
Ihnen danken wir, dass sie uns die Reise finanziell ermöglichten.

Unseren begleitenden Lehrern, Frau Gerth, Frau Nottrott, Herrn Jungblut und Herrn Löser, danken wir sehr herzlich für die Durchführung der Reise.

Die Klasse 7a