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4000 jeunes pour Verdun – Wir durften Thüringen vertreten!

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Vom 26. bis 30. Mai 2016 haben 20 Schüler des Französischkurses Klasse 9 an der deutsch-französischen Jugendbegegnung in Verdun  teilgenommen. Nachdem wir am Donnerstag nach 10 Stunden Fahrt im Zeltlager in Verdun ankamen, haben wir David Hense, unseren Betreuer des DFJW kennen gelernt. Nach einigen deutsch-französischen Workshops wurden wir von ihm unserer Partnerklasse aus Montpellier vorgestellt. Natürlich mussten auch wir bei einigen Kennenlernspielen aktiv werden. Zum Abschluss des Tages schauten alle 2000 Jugendlichen, die vor Ort waren, gemeinsam den aufschlussreichen Dokumentarfilm Apokalypse Verdun.
Am Freitagmorgen waren wir erstaunt über unser Frühstück, da es nur aus einem Müsliriegel, einem mit Schokolade gefüllten Milchbrötchen sowie Orangensaft und Schokomilch bestand. Dies sollte auch die anderen Tage so bleiben. Nach dem Frühstück besuchten wir eine wichtige Erinnerungsstätte von Verdun: Le centre mondial de la paix. Dort erhielten wir viele Informationen rund um den 1. Weltkrieg und die Schlacht von Verdun, sangen gemeinsam mit unserer Partnerklasse die Nationalhymnen unserer beiden Länder sowie die Europahymne. Zurück im Zeltlager unternahmen wir weitere Aktivitäten, um unsere Partnerklasse noch besser kennen zu lernen. Dabei wurde nicht nur sprachliches Können, sondern auch ein gutes Gedächtnis abverlangt. Nachdem wir das etwas gewöhnungsbedürftige Mittagessen (bestehend aus einem Sandwich, Kartoffelchips und Wasser) zu uns genommen hatten, fuhren wir zur ersten Generalprobe für die Gedenkzeremonie nach Douaumont. Wir begutachteten die Grab- und Gedenkstätte für die 300 000 gefallenen Soldaten und fuhren dann mit 30 Bussen im Konvoi begleitet von Polizisten wieder zurück in unser Camp. In einer beeindruckenden Freilichtkulisse schauten wir uns am späten Abend die Aufführung „Des flammes à la lumière“ mit anschließendem Feuerwerk, das extra für uns inszeniert wurde, an.
Nach einer kurzen Nacht im Schlafsack auf dem Feldbett nutzten wir wieder einmal unsere speziellen, aber für vier Tage völlig ausreichenden Sanitäranlagen. Eine kalte Dusche am Morgen soll angeblich Wunder bewirken.
Um die Stadt Verdun besser kennen zu lernen, nahmen wir anschließend einen geführten Stadtrundgang vor. Dabei hatten wir sogar die Gelegenheit, den französischen Kriegsveteranenminister persönlich zu treffen und durften sogar ein Foto mit ihm machen. Am Nachmittag liefen wir trotz strömenden Regens und Gewitters zu den Schlachtfeldern und Schützengräben in Douaumont. Für uns waren das besonders beeindruckende Orte.
Am Samstagabend wurde noch eine kleine, aber sehr spaßige Disco für uns alle organisiert. Dieser Abend brachte uns mit unserer Partnerklasse noch näher zusammen. Am Abend war die Vorfreude auf den kommenden Tag besonders groß, da wir an einem deutsch-französischen Staatsakt teilhaben sollten. Uns wurde die einmalige Gelegenheit ermöglicht, Angela Merkel und François Hollande zu sehen und ihre Gedenkreden live mitzuerleben. Sonntag fuhren wir bereits 08.30 Uhr von unserem Camp in Richtung Douaumont. Circa 60 Busse fuhren zur Gedenkstätte, wo wir am Nachmittag unsere einstudierte Choreographie bei der Gedenkzeremonie aufführen sollten. Nach einer Generalprobe im Regen verbrachten wir den weiteren Tag mit unserer Partnerklasse, bevor es für unseren großen Auftritt gegen 15.30 Uhr Zeit wurde. Der Regen hörte erst kurz vorher auf. Dann hieß es, Aufstellung nehmen, Choreographie nicht vergessen und auf keinen Fall ohne Poncho im Schlamm ausrutschen – denn im deutschen und französischen Fernsehen gab es eine Liveübertragung. Zum Glück haben wir alle unseren Auftritt gut gemeistert. Da es zum Frühstück und Mittag immer das gleiche Essen gab, bestellten sich viele von uns zurück im Camp am Abend noch eine Pizza – eine Lieferung für 160€. Zum Abschluss evaluierten wir gemeinsam mit unserer Partnerklasse den Aufenthalt in Verdun. Wir schrieben uns gegenseitig Abschiedsbriefe und machten noch tolle Fotos am See. Am letzten Morgen mussten wir endgültig voneinander Abschied nehmen. Es gab viele kräftige Umarmungen von allen. Trotz des schlechten Wetters und der einfachen Unterkunft, bereuen wir es nicht, Teil dieses einmaligen Erlebnisses gewesen zu sein sowie unglaublich nette Menschen, die mit uns durch Höhen und Tiefen gegangen sind, kennen gelernt zu haben.
Unser herzlichster Dank gilt allen Betreuern, insbesondere David Hense, Frau Schroth und Frau Illichmann, die uns immer unterstützt haben. Außerdem bedanken wir uns bei allen Organisatoren und Sponsoren, die uns die kostenfreie Teilnahme an dieser wunderbaren Jugendbegegnung ermöglicht haben.


Marie Werner, Celina Gerth (9a)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. Juni 2016 um 21:24 Uhr  
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