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Klassenfahrt der 9a nach Berlin

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Endlich ist es soweit, es ist Montag, der 9. Dezember 2013. 26 Schüler der 9a und zwei Lehrer, Herr Schallock und Frau Nottrott, machten sich auf den Weg zum Altenburger Bahnhof, um sich dort zur Abfahrt zu treffen. Alle waren fröhlich, aufgeregt und hatten gute Laune trotz dieses verregneten Morgens. Von Leipzig aus fuhren wir dann mit dem ICE nach Berlin, was sich angesichts der einzunehmenden Plätze und der Massen des zu verstauenden Gepäcks anfänglich etwas schwierig gestaltete. Die Zugfahrt bei Spitzengeschwindigkeit 200 km/h war für einige Schüler tatsächlich ihre Jungfernfahrt mit diesem Verkehrsmittel. Nachdem wir pünktlich im Berliner Hbf. bei bewölktem Wetter ankamen, fuhren wir mit der S-Bahn zum Nikolassee. Nach einem kleinen Fußmarsch waren wir gegen 13 Uhr endlich in der Jugendherberge. Dort bekamen wir die Schlüssel für unsere Zimmer, packten unsere Sachen aus, holten Bettwäsche und bezogen die Betten. Anschließend hatten wir immer noch eine Stunde Zeit, um uns mit unserer Unterkunft vertraut zu machen und zum Beispiel die Tischtenniskellen zu schwingen. Schließlich brachen wir gegen 15.30 Uhr in Richtung Stadtmitte auf, das Ziel hieß „Madame Tussauds“.


Nachdem wir Günther Jauch, Angela Merkel, Robby Williams und Co. als mehr oder weniger gelungene Wachsfiguren besichtigt hatten, stimmten wir darüber ab, ob wir am Abend ins Kino gehen wollen oder nicht. Viele hatten den von Herr Schallock vorgeschlagenen Kinofilm schon gesehen, also fuhren wir in unsere Jugendherberge zurück um dort Abendbrot zu essen und den ersten Tag in Berlin eher ruhig ausklingen zu lassen.

Nach einer eher recht kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen weiter mit dem Programm. Wir standen auf, frühstückten und erledigten noch ein paar Dinge. Dann ging es mit der S-Bahn auf zum Bundesrat. Dort hatten wir eine Führung. Der Mitarbeiter erklärte uns die Aufgaben und Funktionen des Bundesrates und zeigte  uns die Räume und Säle des Hauses. Schließlich spielten wir eine Beratung des Bundesrates in einem extra dafür eingerichteten Zimmer nach. Dabei durften Schüler in die Rollen der Bundesregierung sowie der Vertreter der einzelnen Bundesländer schlüpfen und zum Thema „Autobahn-Maut in Deutschland“ diskutieren. Danach hatten wir erst einmal Freizeit am Potsdamer Platz, die wir zum Essen fassen und für erste kleine Einkäufe nutzten. Danach fuhren wir zum Bundestag. Dort hatten wir auch eine Führung, während wir das Gebäude besichtigten, auf der Besuchertribüne Platz nehmen durften und abschließend die Kuppel erklommen, um einen beeindruckenden Blick auf das vorweihnachtlich erleuchtete Berlin zu genießen.


Anschließend mussten wir uns mächtig beeilen, denn wir wollten am Abend noch in die Disco „Blue Light“. Weil viele, vornehmlich die Mehrheit der Herren, keine Lust mehr hatten, bis 24 Uhr in der voll besetzten Disko zu bleiben, ging es vor Veranstaltungsende wieder zurück in die Jugendherberge, was nicht bei allen auf Begeisterung stieß.
   
Da wir am 3. Tag schon 10.30 Uhr am Museum „Story of Berlin“ sein mussten, war die folgende Nacht auch nicht gerade lang. Wir besichtigten das Museum und hatten dann eine Führung durch den Atomschutzbunker gleich neben an. Dieser hätte im Ernstfall 3592 West-Berlinern Unterkunft für zwei Wochen geboten. Die Zeit danach war ungewiss. Die anschließende Freizeit verbrachten wir am Kurfürstendamm, der berühmtesten Einkaufsmeile Berlins und auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Dann sind wir mit Bus und Straßenbahn ans andere Ende der Stadt gefahren, um zur „Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen“ zu gelangen. Dort sahen wir als zuerst einen Film über sie Stasi und ihre Verbrechen und dann teilten wir uns in zwei Gruppen auf und besichtigten die Gebäude. Der Mann, der uns begleitete, erzählte von den Verhörmethoden, von der Isolation und den Umständen, wie man in das Gefängnis kam. Dies war relativ einfach in der DDR: man musste nur gegen das System aufbegehren oder seine Meinung öffentlich kundtun, um ins Visier der Stasi zu gelangen.


Nach dem Abendessen fuhren wir nochmals ins Stadtzentrum zum Alexanderplatz, um dort den Weihnachtsmarkt oder andere Einkaufstempel zu besuchen. Nach diesem wirklich anstrengenden Tag waren dann alle froh, als das Bett spät abends wieder in Sichtweite kam.

Am letzten Tag besuchten wir das „Berlin Dungeon“. Eine gruselige Angelegenheit für manche waren die Begegnungen mit der Weißen Frau, dem Fleischer Carl Großmann oder dem „Fashionkiller“. Danach hatten wir alle Freizeit, die für die letzten Einkäufe von Souvenirs oder Weihnachtsgeschenken genutzt wurde. Abends folgte dann noch als abschließender Höhepunkt der Besuch im Musical „Hinterm Horizont“ im Theater am Potsdamer Platz. Die Geschichte um Udo Lindenberg und das Mädchen aus Ost-Berlin war hervorragend inszeniert und die Hits von Udo L. sorgten nicht nur bei unseren Lehrern für Begeisterung.



Am Freitag verließen wir die Jugendherberge mit schönen Erinnerungen an Berlin. Die Rückfahrt nach Altenburg war lediglich noch Formsache, weil uns auch diesmal die Deutsche Bahn ohne Zwischenfälle ans Ziel brachte. Viele nutzten die Fahrt bereits zum Ausgleich des aufgelaufenen Schlafdefizits, weshalb es erstaunlich ruhig war. In Altenburg angekommen verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren nach Hause, wo wir unseren Eltern die gemachten Fotos zeigten und von den vielen Erlebnissen berichteten.

Letztlich kann man sagen, dass es eine sehr gelungene und schöne Klassenfahrt war, an die wir uns noch lange erinnern werden.


Sebastian Kalizok, Klasse 9 a

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 06. Januar 2014 um 11:07 Uhr  
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