Tag der offenen Tür

allgemeine Informationen

Presseerklärung

Gemeinsame Erklärung der Schulleitung, der Mitglieder der Schulkonferenz, des Schülersprechers und der Elternsprecherin des Seckendorff- Gymnasiums, des Schulfördervereins und der Bürgermeisterin der Stadt Meuselwitz

Durch eine am Rande einer Veranstaltung geäußerte Bemerkung der Landrätin (vgl. OVZ vom 19./20.09.2015 und 21.09.2015) ist unser Schulfrieden erheblich beeinträchtigt. Eltern sind besorgt, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler sind befremdet und verunsichert, ehemalige Schüler gleichfalls empört.
Die über Jahrzehnte geleistete Arbeit, die sich in einer sehr guten Schulqualität und leistungsfördernden Lernatmosphäre spiegelt, wird damit sabotiert. Eine lapidar dahingeworfene öffentliche Verlautbarung zu einer derart bedeutungsvollen und eine große Öffentlichkeit betreffenden Problematik ist inakzeptabel und extrem rufschädigend.
Wir fordern die Landrätin auf, falls es Überlegungen zum Schulstandort gibt, diese nicht am Rande einer Eröffnungsparty eines Parteibüros in Altenburg zu diskutieren, sondern den argumentativen Dialog mit den Betroffenen – Schule und Stadt - zu suchen. Schüler, Eltern und Lehrer verdienen einen respektvollen Umgang mit ihnen. Auch und besonders in einem Grundzentrum an der Peripherie des Landkreises Altenburger Land haben Kinder und Jugendliche das Recht auf gleichwertige Bildungschancen.

Meuselwitz, 21.09.2015

Bilder von der Unterschriftensammlung am 02.10.2015

Fotos: Joachim Assel
 

Abschiedsgeschenk der etwas anderen Art

Am Ende der Schullaufbahn eines jeden Schülers stehen einem die gefürchteten Prüfungen bevor. Nach dem Bestehen dieser hat man die Schule offiziell beendet und womöglich wird sich einmal niemand mehr an einen erinnern. Um genau dies zu vermeiden ist es Tradition, dass die 12. Klasse der Schule ein kleines „Abschiedsgeschenk“ hinterlässt.
Nun waren wir, die Kurse A/15 1 und 2, an der Reihe uns Gedanken zu machen. Denn einfach ist es wirklich nicht, da wir in unserer Schule schon so einige Tische, Raketen, Sterne usw. vorfinden.
Nach langen Überlegungen kam uns die Idee, einen Mopedstellplatz zu errichten und einige andere Verschönerungen auf dem Schulhof vom Haus 2 zu vorzunehmen.
Gesagt, getan!
Da Bilder bekanntlich mehr sagen als Worte… Hier nun einige Impressionen!


 

Abidusa – 12 Jahre lang verSteinert

Ganz getreu unserem Motto fand am 24. April 2015 unser letzter Schultag statt. Nach langer Planung und Organisation waren wir alle sehr aufgeregt nun endlich mit einem kleinen Programm unsere Schullaufbahn beenden zu können. Die Prüfungen standen zwar noch aus, aber auf der Schulbank sollte ab diesem Tag keiner mehr von uns sitzen.


In unseren designten Abi T-Shirts, bunt angemalt und fetzig angezogen, machten wir uns nach der Vorbereitungen auf zum Busplatz, um die kleineren Schüler dort bunt zu besprühen. Mit knalliger Musik, gutem Wetter, lustigen Gags und vor allem der Bereitschaft der Lehrer, wurde unser Programm zu einem großen Erfolg.
Alle hatten gute Laune und nach dem Abbauen und Aufräumen zogen wir noch eine Runde durch Meuselwitz um dann am Hainbergsee ein bisschen zu entspannen. Denn ein weiteres Highlight stand für uns noch an – die Abiparty im Z3. Auch diese wurde ein richtiger Knaller, sie wird uns wohl allen noch sehr lange in guter Erinnerung bleiben!

Auf Wiedersehen in Meuselwitz

Hello! Ich heiße Lauren Ainsworth und wie man an meinem Namen erkennen kann, stamme ich aus England. Ursprünglich komme ich aus Blackburn, einer relativ kleinen Stadt in Nordwestengland, die berühmt für ihre Fußballmannschaft und ihre ehemalige Textilindustrie ist. Im September letzten Jahres bin ich nach Meuselwitz umgezogen, um durch den Pädagogischen Austauschdienst als Fremdsprachenassistentin am Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium zu arbeiten. Obwohl dieses Austauschjahr nicht als Teil meines Studiums zählt, da ich in England schon meinen Bachelor absolviert habe, fand ich diesen Aufenthalt wichtig für meine Charakterbildung als auch eine tolle Gelegenheit, die deutsche Kultur und Sprache besser kennen zu lernen.

In Deutschland kam ich nicht immer in allen Situationen zurecht, da es viele ungeschriebene Gesetzte und Gewohnheiten gibt, die für Ausländer außergewöhnlich sind. Eines der ersten Dinge, die mir auffielen, waren die Essgewohnheiten der Deutschen. In England wird die größte Mahlzeit immer zum Abendbrot gegessen, zum Mittagessen gibt es nur einen kleinen Happen, wie Sandwiches. Außerdem hatte ich bis ich nach Thüringen kam, viele typische deutsche Gerichte gar nicht gekannt, wie Rinderroulade und Klöße, Thüringer Roster oder Rotkohl. Es gab auch Gerichte, die ich gar nicht gemocht habe und die ich sehr seltsam gefunden habe, wie zum Beispiel Fettbemme, verlorene Eier, Hackepeterbrötchen und Vanillepudding. Aber vielleicht sollte ich mich als Engländer in kulinarischen Angelegenheiten etwas zurückhalten.

Zum anderen gibt es auch viele Unterschiede zwischen englischen und deutschen Schulen. Zunächst einmal fangen Kinder bei uns schon mit 4 Jahren in der Grundschule an und besuchen dann mit 11 Jahren die Sekundarschule. Außerdem ist es ab dem vierten Lebensjahr üblich jeden Tag in der Schule eine Schuluniform zu tragen, was  bedeutet, dass man von früher Kindheit an schon einen Schlips binden muss. Es war am Anfang sehr komisch für mich, Schüler jeden Tag in der Schule oder in der Stadt zu sehen, die keine Uniform anhatten, da man sie nicht immer klar identifizieren konnte – manchmal habe ich Praktikanten und die Oberstufenschüler verwechselt! Ein großer Unterschied ist im Lehrplan zu finden. Wenig überraschend wird in England kein großer Wert auf das Lernen von Fremdsprachen gelegt. Mit bloß einer oder zwei Stunden pro Woche und einem langsamen Tempo kann der Durchschnittsschüler nach 5 Jahren nur sein Haus und seine Familie beschreiben. In Meuselwitz jedoch bin ich dagegen immer wieder angenehm überrascht, wie hoch das Niveau von Englisch und anderen Fremdsprachen ist.

Trotz der vielen kulturellen Unterschiede glaube ich, dass ich mich hier in Thüringen gut eingelebt habe und ich verlasse Meuselwitz mit einer Menge von hervorragenden Erinnerungen und Abenteuern, die mir sehr viel bedeuten. Um nur einige zu nennen: ich habe wunderschöne Städte wie Altenburg oder Leipzig entdeckt, ich bin Mitglied des Karatevereins in Meuselwitz geworden, ich bin zum ersten Mal Ski gefahren, ich habe Weihnachten im verschneiten Erzgebirge verbracht und dazu habe ich unheimlich viel nicht nur über Deutschland, sondern auch über mich selbst gelernt. Wenn ich wieder Zuhause bin, werde ich sicher meine Kollegen und Freunde aus der Schule und vom Karatetraining sehr vermissen – ich hoffe, dass ich bald wieder nach Meuselwitz zurückkehren kann!

Lauren Ainsworth